Bund kürzt Mittel für Radwegebau

Veröffentlicht am 06.09.2012 in Bundespolitik

Infrastrukturminister Roger Lewentz hat die im „Nationalen Radverkehrsplan 2020“ verankerte Zielvorgabe begrüßt, den Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen bis 2020 von zehn auf 15 Prozent zu steigern. „Der Bund kürzt allerdings gleichzeitig seine Mittel für den Radwegebau“, kritisierte Lewentz mit Blick auf den heute im Bundeskabinett verabschiedeten Radverkehrsplan. Dies sei nur sehr schwer miteinander in Einklang zu bringen, so der Minister weiter.

In Rheinland-Pfalz sind 2011 rund 11,4 Millionen Euro in den Bau von Radwegen an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen investiert worden, wie Lewentz erläuterte. Fertig gestellt wurden hierfür rund 22 neue Radwege-Kilometer. Das Radwegenetz an den klassifizierten Straßen ist dadurch auf 1800 Kilometer angewachsen. „Gerade an dicht befahrenen Straßen ermöglicht erst der Bau von separat geführten Radwegen ein sicheres und damit attraktives Radfahren für alle Nutzergruppen“, sagte Lewentz.

Weiter verbessert wurde auch das Netz der sieben Radfernwege entlang der großen Flüsse des Landes. Erfreut zeigte sich Lewentz, dass der Allgemeine Deutsche Fahrradclub die Anstrengungen des Landes bei der Vervollständigung seines Radfernwegenetzes mit der aktuell erfolgten Zertifizierung des Kyll-Radwegs bestätigt habe. „Mit vier von fünf möglichen Sternen belegt der Kyll-Radweg bundesweit einen Spitzenplatz“, betonte der Minister.
Aber auch abseits der Radfernwege wurden erhebliche Mittel investiert, um das Radwegenetz weiter auszubauen. In diesem Jahr werden weitere Radwegevorhaben angegangen, so das 3,2 Millionen Euro teure Landesprojekt zwischen Laubachsmühle und Datzeroth im Zuge des Wied-Radweges.

Erfreut zeigte sich Lewentz auch über die rege Bautätigkeit im Bereich der Radwege in kommunaler Zuständigkeit. Das Land unterstützt den Bau dieser Radwege mit umfangreichen Fördermitteln, allein in 2011 in Höhe von circa 2,5 Millionen Euro. Hiermit sind unter anderem der Enz-Radweg in der Eifel zwischen Lünebach und Zweifelscheid und die Radwegeverbindung zwischen Worms-Horchheim und Pfiffligheim gefördert worden.

 

Gustav Herzog. Für die Region.

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